Medienmitteilung


Zur Rose Gruppe setzt Wachstumskurs fort

Frauenfeld, 31. März 2010 – Die Zur Rose Gruppe hat 2009 einen deutlichen Reingewinn von CHF 40.6 Mio. erzielt und ist wieder auf den Erfolgspfad zurückgekehrt. Der Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten konnte um 1.7 Prozent auf CHF 529.9 Mio. gesteigert und das Betriebsergebnis vor Amortisationen (EBITA) gegenüber 2008 deutlich auf CHF 5.1 Mio. verbessert werden. Aufgrund einer Wertberichtigung auf dem Goodwill der Tochtergesell- schaft VfG in Höhe von CHF 10 Mio. resultierte für das Betriebsergebnis (EBIT) aus fort- geführten Aktivitäten ein Minus von CHF 4.9 Mio. Im Jahr 2009 hat die Zur Rose Gruppe die Profitabilität der beiden Business Units Ärzte und Retail in der Schweiz gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern können, und der Turnaround im Deutschlandgeschäft kommt gut voran. Die Bilanz der Gruppe weist eine solide Struktur auf. Im laufenden Geschäftsjahr will die Zur Rose Gruppe in beiden Geschäftsbereichen wachsen sowie die Aktivitäten der Business Unit Retail in Deutschland weiter stabilisieren. Der Verwaltungs- rat wird der Generalversammlung eine Ausschüttung in Form einer Nennwertreduktion über CHF 1.50 je Aktie vorschlagen.

Die Zur Rose Gruppe kann für das Geschäftsjahr 2009 einen positiven Geschäftsgang verbu- chen. In beiden Business Units Ärzte (Ärztegrossist) und Retail (Versandapotheke) in der Schweiz wurde sowohl beim Umsatz als auch beim Betriebsergebnis vor Amortisationen (EBITA) ein Wachstum realisiert. Im Deutschlandgeschäft der Business Unit Retail ist der Umsatz leicht zurückgegangen. Auf Stufe Betriebsergebnis vor Amortisation (EBITA) konnte dort im zweiten Halbjahr 2009 ein positives Resultat erzielt werden, während im Vorjahr und im ersten Halbjahr 2009 noch ein Verlust resultierte.

Für die tschechische Tochtergesellschaft VfG wurde im Rahmen des Turnarounds ein Impair- ment-Test mit zusätzlichen Sensitivitätsanalysen für die Werthaltigkeit des Goodwills durchge- führt. Der Turnaround kommt gut voran, allerdings verbleiben auch gewisse Marktrisiken. Zur Risikovorsorge hat der Verwaltungsrat beschlossen, eine Wertberichtigung in Höhe von CHF 10 Mio. auf dem Goodwill vorzunehmen. Daraus resultiert ein Betriebsergebnis (EBIT) von CHF -4.9 Mio. Das Unternehmensergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen nach Goodwill- Wertberichtigung beläuft sich auf CHF -9.0 Mio. Inklusive des Verkaufserlöses für das Generika- geschäft Helvepharm kann die Zur Rose Gruppe 2009 einen Unternehmensgewinn von CHF 40.6 Mio. ausweisen. Der Verschuldungsgrad der Gruppe reduzierte sich signifikant auf 0.8 (Vorjahr: 7.8), die Eigenkapitalquote konnte auf 54.8 Prozent (Vorjahr: 26.4 Prozent) gesteigert werden.

Ärztegeschäft erweitert Versorgungsangebot gemäss aktueller Markttrends

Die Business Unit Ärzte, welche die Belieferung von Arztpraxen mit Medikamenten und Praxis- bedarf in der Schweiz umfasst, konnte ihre führende Position in einem herausfordernden Markt- umfeld mit steigendem Preisdruck, sinkenden Margen und verstärktem Wettbewerb weiter festi- gen. Der Umsatz ist um 3.4 Prozent auf CHF 323.6 Mio. gewachsen. Der Kundenstamm konnte weiter ausgebaut werden und liegt nun bei rund 3’500. Zur Rose hat 2009 ein neues Beliefe- rungs- und Betreuungsangebot speziell für die Versorgungsbedürfnisse von Gesundheitszentren und Gruppenpraxen entwickelt und erfolgreich eingeführt. Damit entspricht das Unternehmen dem allgemeinen Trend der vermehrten Bildung solcher Ärztehäuser. Im Rahmen der Pandemie- Vorkehrungsmassnahmen in der Schweiz im Herbst 2009 hat Zur Rose für eine reibungslose Versorgung verschiedener Kantone mit den Grippeimpfstoffen gesorgt.

Positive Entwicklung im Versandgeschäft

Die Business Unit Retail, der Versand von Medikamenten und Gesundheitsprodukten an End- verbraucher, entwickelte sich insgesamt erfreulich, in der Schweiz und in Deutschland jedoch unterschiedlich. Der leichte Umsatzrückgang um 2 Prozent auf CHF 200.6 Mio. ist auf die Aktivi- täten der Business Unit Retail in Deutschland zugunsten einer signifikanten Ergebnisverbesse- rung zurückzuführen. Insgesamt bedienen die Versandapotheken von Zur Rose in der Schweiz und in Deutschland rund 1.7 Mio. Kundinnen und Kunden.

Versandgeschäft in der Schweiz wächst weiter

In der Schweiz ist die Business Unit Retail wiederum mit einem leichten Umsatzplus gewachsen. Zur Rose konnte ihre Marktposition als führende Schweizer Versandapotheke weiterhin behaup- ten und ihren Kundenstamm wie im Vorjahr im zweistelligen Prozentbereich weiter ausbauen. Im Berichtsjahr hat Zur Rose ihr Dienstleistungsangebot für chronisch kranke Menschen optimiert und entsprechende Projekte mit verschiedenen Patientenorganisationen vielversprechend gestartet. Eine weitere Verbesserung der Medikamentensicherheit und Compliance für die Patientinnen und Patienten konnte dank elektronischer Rezeptübermittlung erzielt werden; zwei Drittel aller Rezepte sind 2009 auf diesem Weg bei Zur Rose eingegangen. Die Versandapo- theke von Zur Rose hat auch im Berichtsjahr wieder einen direkten Beitrag zur Kostensenkung im schweizerischen Gesundheitswesen geleistet: Durch den Verzicht auf Taxen bzw. Checks und die Gewährung von Rabatten hat Zur Rose Einsparungen in Höhe von CHF 12.8 Mio. er- möglicht.

Turnaround im strategisch wichtigen Deutschlandgeschäft kommt gut voran

In der Business Unit Retail in Deutschland wurde im Berichtsjahr intensiv am Turnaround gear- beitet. Der Fokus lag klar auf der Verbesserung des Ergebnisses und weniger auf Umsatzwachs- tum. Diese Zielsetzung wurde erfolgreich realisiert: Zur Rose konnte den Betriebsverlust dank eines konsequenten Kostensparprogramms, Prozessoptimierungen und der Durchsetzung neuer Preisstrategien gegenüber dem Vorjahr deutlich verringern. Im zweiten Halbjahr ist der Geld- abfluss gestoppt und ein positives Betriebsergebnis erzielt worden. Bei beiden Marken, Zur Rose und VfG, wurde die Bestandskundenpflege erfolgreich intensiviert. Zur Gewinnung von Neu- kunden setzt Zur Rose verstärkt auf den Onlinekanal. Gemäss einer kürzlich veröffentlichten Umfrage belegt Zur Rose mit ihren beiden Marken Position drei im anspruchsvollen deutschen Versandapothekenmarkt.

Weiterhin enge Zusammenarbeit nach Verkauf von Helvepharm

Die Veräusserung des Generikageschäfts Helvepharm an den Pharmakonzern sanofi-aventis erfolgte mit dem Ziel, für das erfolgreiche, aber noch kleine Geschäft optimale Voraussetzungen für weiteres Wachstum und eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit zu schaffen. Auf Basis eines Kooperationsvertrags erbringt Zur Rose weiterhin Distributionsdienstleistungen für Helvepharm. Zugleich steht Zur Rose Kundinnen und Kunden nun ein breiteres Produktangebot zur Verfügung, welches Helvepharm zusammen mit dem neuen Mutterkonzern anbieten kann.

Wechsel im Verwaltungsrat

Die Herren Dres. Alfred Stahel, Rudolf Huber, Lukas Wagner und Mathias Wenger, die in den letzten Jahren einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Zur Rose Gruppe geleistet haben, stellen sich aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr zur Wiederwahl. Zur Neuwahl schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung die Herren Prof. Dr. Volker Eric Amelung (Lehrstuhl- inhaber Gesundheitsmanagement und Gesundheitssystemforschung, Universität Hannover), Dr. Markus Braun (Head of Corporate Office, Diethelm Keller Holding AG, Zürich) und Prof. Stefan Feuerstein (Delegierter des Verwaltungsrats der Markant AG, Pfäffikon (SZ), und Honorarprofes- sor Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, FH Worms) vor. Mit ihren ausgewiesenen Erfahrun- gen ergänzen sie wichtige Kompetenzen im Verwaltungsrat in ausgezeichneter Weise.

Ausblick

Für das laufende Jahr 2010 sind die vorrangigen Ziele der Zur Rose Gruppe, den Wachstums- kurs in den beiden Business Units fortzusetzen sowie das Retailgeschäft in Deutschland profita- bel zu stabilisieren und einen positiven Cashflow zu erzielen. Aus heutiger Sicht ist dort für 2010 wieder mit einem positiven Ergebnisbeitrag zu rechnen.

Die aktuellen Entwicklungen des Gesundheitsmarkts in der Schweiz und in Deutschland bieten für Zur Rose Ansätze für interessante Wachstumsmöglichkeiten in den beiden Geschäftsberei- chen Ärztegrossist und Versandapotheke. Unter den relevanten Märkten wird der Medikamen- tenversand auch künftig die schnellere Entwicklung, insbesondere in Deutschland, aufweisen.

Als führende Versandapotheke der Schweiz und bedeutender Anbieter in Deutschland ist Zur Rose hervorragend positioniert, um an diesem Wachstum zu partizipieren.

Über Zur Rose

Zur Rose wurde 1993 als Ärztegrossist gegründet und gehört in diesem Bereich zu den führen- den Anbietern der Schweiz. Seit 2001 ist Zur Rose auch im Versand von rezeptpflichtigen und rezeptfreien Medikamenten sowie Gesundheitsprodukten tätig. In diesem wachstumsstarken Markt nimmt Zur Rose in der Schweiz und in Deutschland ebenfalls eine führende Stellung ein. Mit den beiden Geschäftsfeldern Ärztegrossist und Versandapotheke trägt Zur Rose zu einer qualitativ hochwertigen Medikamentenversorgung und zu tieferen Kosten im Gesundheitswesen bei.

Die Zur Rose Gruppe hat ihren Hauptsitz in Frauenfeld und Niederlassungen in Muri AG, im deutschen Halle (Saale) sowie im tschechischen Ceská Lípa. Sie beschäftigt an den verschie- denen Standorten insgesamt 326 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (in Vollzeitstellen). Im Geschäftsjahr 2009 erwirtschaftete die Zur Rose Gruppe einen Umsatz von rund CHF 530 Mio.

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