Medienmitteilung


Zur Rose erzielt zweitbestes operatives Ergebnis seit Bestehen

Frauenfeld, 14. April 2011 – Die Zur Rose Gruppe hat das Jahr 2010 in einem anspruchs- vollen Marktumfeld erfolgreich abgeschlossen. Das Betriebsergebnis (EBIT) konnte auf CHF 7.1 Mio. gesteigert werden. Der Unternehmensgewinn der Gruppe aus fortgeführten Aktivitäten belief sich auf CHF 3.6 Mio. Insbesondere die Preisanpassungen im Medika- mentenmarkt Schweiz führten zu einem Rückgang des Gruppenumsatzes auf CHF 489.7 Mio. Die Aktivitäten in Deutschland steuerten einen positiven Beitrag zum Unternehmens- ergebnis bei. Ziel im laufenden Geschäftsjahr ist, neben der weiteren Ertragsverbesse- rung, das Wachstum des Geschäfts auf nationaler und internationaler Ebene. Der Verwal- tungsrat wird der Generalversammlung eine Dividende in Höhe von CHF 1.25 vorschlagen.

Die Zur Rose Gruppe vermeldet 2010 einen positiven Geschäftsgang. Zum zweitbesten opera- tiven Ergebnis (EBIT) seit Bestehen der Gruppe haben hauptsächlich das Versandgeschäft Schweiz und die Aktivitäten in Deutschland beigetragen. Im Ärztegeschäft waren sowohl auf der Umsatz- wie auf der Ertragsseite die Auswirkungen der Preissenkungen spürbar.

Der Gruppenumsatz belief sich auf CHF 489.7 Mio. Der Umsatzrückgang von 7.6 Prozent gegen- über dem Vorjahr (CHF 529.9 Mio.) ist hauptsächlich auf die Preissenkungen vom 1. März 2010 im Schweizer Medikamentenmarkt zurückzuführen. Ebenfalls dazu beigetragen haben die Aktivi- täten in Deutschland, wo der Fokus auf Prozess- und Kostenmanagement und weniger auf Um- satzwachstum gelegt wurde. Das operative Ergebnis (EBIT) der Gruppe wuchs auf CHF 7.1 Mio. Im Vorjahr lag es, aufgrund der Goodwill-Wertberichtigung bei der Tochtergesellschaft VfG von CHF 10 Mio., bei CHF –4.9 Mio. Der Reingewinn betrug CHF 3.6 Mio. und hat sich gegenüber dem Vorjahr (CHF –9 Mio.) wesentlich verbessert. Die Eigenkapitalquote konnte nochmals leicht auf 56.5 Prozent (Vorjahr: 54.8 Prozent) erhöht werden.

Führende Position in herausforderndem Marktumfeld gehalten

Zur Rose konnte ihre führende Position im Ärztegeschäft in einem erstmals seit Erfassung der Marktdaten rückläufigen Medikamentenmarkt in der Schweiz erfolgreich halten. Der Kunden- stamm ist weiter gewachsen und die Kundennähe erhöhte sich bei hoher Kundenzufriedenheit, wie eine entsprechende Umfrage ergab. Die Auswirkungen der Preissenkungen vom März 2010 zeigten sich bei Umsatz und Ertrag. Der Umsatz reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 5.2 Prozent. Um gegenzusteuern, hat Zur Rose verschiedene Massnahmen eingeleitet: Die Dienst- leistungspalette wurde erweitert, insbesondere für die Anforderungen von Ärztehäusern und Gruppenpraxen. Es wurde intensiv daran gearbeitet, neue Kundengruppen zu gewinnen. Zudem wurde die Zusammenarbeit mit den Herstellern verstärkt, mit dem Ziel, bessere Konditionen zugunsten der Kundinnen und Kunden zu erwirken.

Kundenstamm wiederum zweistellig gewachsen

Auch im Versandgeschäft in der Schweiz konnte Zur Rose ihre führende Marktposition behaup- ten und eine deutliche Ergebnisverbesserung erzielen. Der leichte Umsatzrückgang von 1.5 Pro- zent ist auf die Preis- und Margensenkungen zurückzuführen. Die Anzahl Kundinnen und Kun- den erhöhte sich wie in den Vorjahren erneut zweistellig. Erste Erfolge zeigen sich in der ver- stärkten Ausrichtung auf chronisch Kranke und in der Zusammenarbeit mit Patientenorganisatio- nen. Durch ein neues Angebot mit OTC-Produkten (rezeptfreie Arzneimittel) über den Versand- kanal, dessen Einführung im Januar 2011 erfolgte, will Zur Rose die Convenience für ihre Kun- dinnen und Kunden weiter erhöhen.

Zur Rose trug mit ihrem Versandmodell auch 2010 zu wesentlichen Einsparungen im Schweize- rischen Gesundheitswesen bei. Durch den Verzicht auf Taxen bzw. Checks, die Gewährung von Rabatten sowie die Förderung von Generika konnten Einsparungen in Höhe von CHF 11 Mio. realisiert werden.

Deutliche Ergebnisverbesserung und gezielter Ausbau

Bei ihren Aktivitäten in Deutschland ist Zur Rose auf den Erfolgspfad zurückgekehrt. Zum posi- tiven Ergebnis beigesteuert haben beide Geschäftsfelder – das Dienstleistungs- und Logistik- unternehmen Zur Rose Pharma GmbH sowie die Versandapotheke VfG (Versandapotheke für Gesundheit). Aufgrund der weiteren Fokussierung auf die Ertragsverbesserung und nicht auf Umsatzwachstum ging der Umsatz um 11 Prozent zurück. Die beiden von Zur Rose Pharma betreuten Versandapotheken VfG und Apotheke Zur Rose haben ihre Position unter den Top 5 im deutschen Arzneimittelversandmarkt halten können.

Zur Rose Pharma hat als Dienstleistungspartner die Bestandskundenpflege für die Apotheke Zur Rose durch Customer Relationship Management (CRM) Massnahmen verstärkt. Es wurden zu- dem gezielt Aktivitäten für den Ausbau des Neukundengeschäfts vorbereitet, die zunächst im Rahmen eines Testmarktkonzepts überprüft werden. Bei VfG trug eine klare Kundensegmentie- rung zur Ertragsverbesserung bei. Die Bestellhäufigkeit bei den wichtigsten Kunden konnte nen- nenswert gesteigert werden. Eine neue Webshop-Technologie unterstützt die kompetente Prä- senz von VfG im Internet.

Wachstum in Österreich

Um das vorhandene Wachstumspotenzial im österreichischen Markt auszuschöpfen, schloss die Zur Rose Gruppe mit dm, der grössten Drogeriemarktkette in Österreich, eine Partnerschaft ab, die unter der Marke Zur Rose als Vertriebsweg der VfG operiert. Im Rahmen der Partnerschaft informiert dm ihre Kundinnen und Kunden in den Filialen und über die eigenen Marktkanäle regelmässig über die Bestellmöglichkeiten von in Österreich original zugelassenen und deutlich günstigeren, rezeptfreien Arzneimitteln. Die Kooperation wurde im Januar 2011 mit hoher Kun- denresonanz gestartet.

Neue Organisationsstruktur

Per 1. Januar 2011 wurde die Organisation der Zur Rose Gruppe in eine Länderstruktur mit den beiden Märkten Schweiz und EU überführt. Diese Organisationsstruktur ermöglicht eine rasche, marktnahe Entscheidungsfindung unter Nutzung gruppenweiter Prozesse.

Als Leiter Markt Schweiz hat Zur Rose Matthias Baumann gewinnen können. Ab 1. Mai 2011 wird er die Verantwortung für das operative Geschäft in der Schweiz übernehmen und der Grup- penleitung angehören. Der 38-jährige Betriebsökonom HWV war bisher in verschiedenen leiten- den Funktionen in Handels- und Industrieunternehmen sowie lange Jahre als CEO von Office World, Schweiz und Deutschland, tätig. Zuletzt war er CEO der Interio AG.

Die Leitung des Markts EU wird durch Rainer Seiler wahrgenommen, der im April 2010 seine Tätigkeit bei Zur Rose angetreten und seither mit seinem Team intensiv und erfolgreich insbe- sondere an der Umsetzung der Konsolidierungsstrategie bei den Aktivitäten in Deutschland und am Aufbau von Arzneimittelversorgungskonzepten für Chroniker gearbeitet hat.

Änderung der Corporate Governance

Der Verwaltungsrat wird im Rahmen seiner konstituierenden Sitzung nach der Generalver- sammlung die personelle Trennung der Funktionen Präsident und Delegierter (CEO) einführen. Dies geschieht mit Blick auf eine Verteilung der angewachsenen Aufgaben in der Aufsicht und Führung und im Sinn einer modernen Corporate Governance. Es ist vorgesehen, dass Prof. Stefan Feuerstein neu das Verwaltungsratspräsidium von Walter Oberhänsli übernimmt. Walter Oberhänsli, der dem Verwaltungsrat seit 1996 als Präsident vorsteht und seit 2005 in Personal- union Präsident und CEO ist, bleibt weiterhin Delegierter des Verwaltungsrats und CEO von Zur Rose. Prof. Stefan Feuerstein, der über langjährige Erfahrung in der Ausübung entsprechender Mandate im In- und Ausland verfügt, wurde an der Generalversammlung 2010 in den Verwal- tungsrat gewählt und hat sich seitdem in der Funktion des Vizepräsidenten und Lead Directors intensiv mit den Belangen von Zur Rose befasst.

Ausblick auf 2011

Im laufenden Jahr 2011 wird die Zur Rose Gruppe den Fokus wieder auf Wachstum legen, bei gleichzeitiger Sicherung des Ertrags. Die Wettbewerbsvorteile im Qualitäts- und Dienstleistungs- angebot sowie der starke Ärztebezug von Zur Rose sollen dabei gezielt für die Pflege der Bestandskunden und die Gewinnung von Neukunden eingesetzt werden.

Über Zur Rose

Die Zur Rose AG wurde 1993 als Ärztegrossist gegründet und gehört in diesem Bereich heute zu den zwei führenden Anbietern der Schweiz. Seit 2001 ist Zur Rose auch im Versand von rezept- pflichtigen und rezeptfreien Medikamenten sowie Gesundheitsprodukten tätig. In diesem wachs- tumsstarken Markt nimmt Zur Rose in der Schweiz ebenfalls eine führende Stellung ein. Zudem engagiert sich die Zur Rose Gruppe durch die deutsche Zur Rose Pharma GmbH sowie die tschechische VfG Versandapotheke im deutschen und im österreichischen Markt. Mit den drei Geschäftsfeldern Ärztegrossist, Versandapotheke und Arzneimittelmanagement-Dienstleistungen trägt Zur Rose zu einer qualitativ hochwertigen Medikamentenversorgung und zu tieferen Kosten im Gesundheitswesen bei.

Die Zur Rose Gruppe hat ihren Hauptsitz in Frauenfeld und unterhält Niederlassungen in Muri AG, im deutschen Halle/Saale sowie im tschechischen Ceská Lípa. Sie beschäftigt an den ver- schiedenen Standorten insgesamt 321 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (in Vollzeitstellen). Im Geschäftsjahr 2010 erwirtschaftete die Zur Rose Gruppe einen Umsatz von rund CHF 490 Mio.

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