Medienmitteilung


Zur Rose mit gutem Jahresergebnis 2011

Frauenfeld, 12. April 2012

In einem herausfordernden Marktumfeld erwirtschaftete Zur Rose im Jahr 2011 einen Umsatz von 488 Millionen Franken und ein Betriebsergebnis (EBIT) von 5 Millionen Franken. Der Unternehmensgewinn belief sich unter Einbezug eines steuerlich bedingten Einmaleffekts auf 8.7 Millionen Franken. Zur Rose investierte im Berichtsjahr zur Zukunftssicherung konsequent in die Erschliessung neuer Ertragsfelder: Im Markt Schweiz lancierte das Unternehmen eine neue Pflegedienstleistung mit dem Namen «Home Care», im Markt EU legte Zur Rose den Fokus auf die Versorgung mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln.

Die Zur Rose AG blickt auf ein erfreuliches Geschäftsjahr 2011 zurück: Beim Umsatz konnte das Unternehmen mit einem Geschäftsvolumen von 488 Millionen Franken das Niveau des Jahres 2010 trotz weiterer Preissenkungen und negativer Währungseffekte halten. Das Betriebsergebnis (EBIT – operatives Ergebnis vor Zinsaufwänden und Steuern) ging aufgrund von Investitionen in Wachstumsprojekte in den beiden Märkten Schweiz und EU auf 5 Millionen Franken zurück. Auf Stufe Unternehmensgewinn kam ein Einmaleffekt zum Tragen, der sich aus der zum Jahresbeginn optimierten Unternehmensstruktur mit zwei Märkten und einer entsprechend tieferen Steuerbelastung ergab. Der Unternehmensgewinn erhöhte sich damit auf 8.7 Millionen Franken. Die Eigenkapitalquote von Zur Rose beträgt solide 56.6 Prozent.

Deutlicher Kundenzuwachs im Markt Schweiz

Der Heimmarkt von Zur Rose entwickelte sich im Berichtsjahr erfreulich: Im traditionsreichen Ärztegeschäft steigerte das Unternehmen den Umsatz um 2 Prozent auf 314 Millionen Franken und sicherte sich so die Marktführerschaft. Auch das zweite Tätigkeitsfeld, der Medikamentenversand an Patientinnen und Patienten, ist zehn Jahre nach dem Start längst ein bedeutendes Standbein im Geschäftsmodell von Zur Rose: Mit einem Umsatzwachstum von 5 Prozent entwickelte sich das Versandgeschäft im Berichtsjahr sehr gut. «Die trotz Preissenkungen erzielte Umsatzsteigerung im Markt Schweiz ist hauptsächlich auf erfolgreiche Kundengewinnungsmassnahmen in beiden Geschäftsfeldern zurückzuführen», erklärt CEO Walter Oberhänsli. Besonders hervorzuheben sei der Kundenzuwachs im Ärztegeschäft, zumal es sich hier um einen stark umkämpften und gesättigten Markt handle. Zur Rose habe sich konsequent auf die Bedürfnisse der Ärzteschaft fokussiert und beispielsweise mit Services für die im Trend liegenden Gruppenpraxen den Nerv der Zeit getroffen.

Auch im Versandgeschäft gewann das Unternehmen erneut Kundinnen und Kunden im zweistelligen Prozentbereich. Der anfangs 2011 lancierte Versand von rezeptfreien Medikamenten (OTC) trug dazu bei: Bereits jetzt bestellen rund 20‘000 Kundinnen und Kunden günstig, sicher und diskret rezeptfreie Medikamente wie beispielsweise Aspirin beim Thurgauer Unternehmen. Die Investitionen in den Aufbau des OTC-Versands und die Etablierung der Dienstleistung «Home Care», ein Service für chronisch kranke Menschen mit komplexer Medikation, belasteten allerdings das Betriebsergebnis. «Diese beiden Geschäftsfelder sind für ein nachhaltiges Wachstum unseres Unternehmens bedeutend und werden künftig wesentlich zum Umsatz des Versandgeschäfts beitragen», erläutert Walter Oberhänsli.

Leichte Umsatzeinbussen in wettbewerbsintensivem Markt EU

Im Markt EU waren die verstärkten Kostensenkungsmassnahmen im Gesundheitsmarkt und der intensive Preiswettbewerb spürbar: Das Geschäftsvolumen in Euro des Pharmadienstleisters Zur Rose Pharma und der Versandapotheke VfG, beide 100-prozentige Tochtergesellschaften von Zur Rose, waren mit minus 3 beziehungsweise minus 1 Prozent rückläufig.

Zur Rose Pharma investierte im Jahr 2011 vor allem in den Aufbau der Versandversorgung mit rezeptpflichtigen Medikamenten. Dies aus gutem Grund: Während der Versand von rezeptfreien Medikamenten in Deutschland bereits etabliert ist und rund 11 Prozent am Gesamtvolumen ausmacht, steigt die Bedeutung des Bezugskanals Versand für die rezeptpflichtigen Arzneimittel erst seit Kurzem deutlich. «In diesem Bereich ist in den kommenden Jahren ein kontinuierl iches Wachstum zu verzeichnen. Als erfahrene Pharmadienstleisterin ist Zur Rose Pharma bestens vorbereitet, eine führende Rolle in diesem Tätigkeitsfeld zu übernehmen», so der CEO. Die Versandapotheke VfG konzentrierte sich im vergangenen Jahr mit verschiedenen Marketingmassnahmen vor allem auf die Gewinnung von Neukunden. Besonders erfolgreich war sie dabei in Österreich: Dank der Anfang 2011 eingegangenen Kooperation mit der Drogeriemarktkette dm gelang es, die Kundenzahl von 30‘000 auf 100‘000 mehr als zu verdreifachen und den Umsatz zu verdoppeln.

«Nachdem im Jahr 2010 der Fokus bei den Aktivitäten im Markt EU klar auf der Ertragssicherung gelegen hatte, galt es, im Jahr 2011 in einem sich konsolidierenden Markt Wachstumsimpulse zu setzen. Deshalb mussten wir einen negativen Beitrag des Markts EU zum Betriebsergebnis in Kauf nehmen», erklärt Walter Oberhänsli den strategischen Entscheid bei den Auslandsaktivitäten und ergänzt: «Das Beispiel Österreich verdeutlicht anschaulich die hohe Dynamik des Versandgeschäfts und das grosse Potenzial des europäischen Gesundheitsmarkts.»

Fokus auf Wachstum und bewährte Stärken

Im Jahr 2012 wird Zur Rose die lancierten Wachstumsprojekte in beiden Märkten mit Hochdruck voran treiben. «Nach einer Konsolidierungsphase haben wir im vergangenen Jahr die Weichen gestellt, um unsere Position im einem anhaltend anspruchsvollen Marktumfeld weiter auszubauen und nachhaltig zu wachsen. Unsere bewährten Stärken, die Innovationskraft, den Pioniergeist und die hohe Dienstleistungsqualität werden unsere Geschäftsentwicklung weiterhin massgeblich prägen.»

 

Kennzahlen Zur Rose AG in Mio. CHF

2011

2010

Umsatz

488.4

489.7

Bruttomarge in %

14.9

15.0

Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA)

9.8

14.01)

in % des Umsatzes

2.0

2.9

Betriebsergebnis (EBIT)

5.0

7.41)

in % des Umsatzes

1.0

1.5

Unternehmensergebnis

8.7

3.91)

in % des Umsatzes

1.8

0.8

in % des Eigenkapitals

10.6

4.9

Eigenkapital

81.8

79.21)

in % der Bilanzsumme

56.6 %

54.5 %

Investitionen

-

-

in Sachanlagen

0.7

1.8

in immaterielles Anlagevermögen

2.3

3.4

in langfristige Finanzanlagen

-3.2

0.2

Anzahl Mitarbeitende in Vollzeitstellen

330

321

 

 

Kennzahlen Zur Rose AG in Mio. CHF

2011

2010

Umsatz

488.4

489.7

Bruttomarge in %

14.9

15.0

Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA)

9.8

14.01)

in % des Umsatzes

2.0

2.9

Betriebsergebnis (EBIT)

5.0

7.41)

in % des Umsatzes

1.0

1.5

Unternehmensergebnis

8.7

3.91)

in % des Umsatzes

1.8

0.8

in % des Eigenkapitals

10.6

4.9

Eigenkapital

81.8

79.21)

in % der Bilanzsumme

56.6 %

54.5 %

Investitionen

-

-

in Sachanlagen

0.7

1.8

in immaterielles Anlagevermögen

2.3

3.4

in langfristige Finanzanlagen

-3.2

0.2

Anzahl Mitarbeitende in Vollzeitstellen

330

321


1) Bereinigte Zahlen aufgrund einer Änderung der Methode zur Pensionskassenbewertung.

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